Zurück | Warum ein Besucher noch lange kein Kunde ist.

Wie erhältst du aus einem Besucher einen zahlenden Kunden?


Der Zusammenbruch des neuen Markts hat eins gezeigt: Auch im Internet kann man mit dem Bau von Luftschlössern kein Geld verdienen! Die Überheblichkeit, mit der um die Jahrtausendwende noch etliche Firmen den Markt betreten haben, um sich ihren Teil vom großen „E-Commerce Kuchen“ abzuschneiden ist längst verstummt.

Die Tatsache allerdings, dass sich mittlerweile Ernüchterung breit macht, ist nicht damit gleichzusetzen das die Umsatzzahlen des Internets zurückgehen und Unternehmen im Internet keine Geschäfte mehr machen. Ganz im Gegenteil: Die Umsätze sind steigend und immer mehr Internetuser sind heute dazu bereit im Internet einzukaufen und ihre Geschäfte online abzuwickeln. Doch eins hat sich im Gegensatz zum „Internet-Hipe“ am Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts geändert: Längst reicht es nicht mehr aus nur eine einfache Webseite im Internet zu betreiben, sich bequem in seinen Sessel zu setzen und zuzusehen, wie die User einem die Produkte unter den Fingern wegreißen.

Vielmehr hat sich die Situation im Internet „normalisiert“. Sie hat sich den Begebenheiten des bekannten ökonomischen Verhaltens angepasst und das heißt vor allem: Ohne bodenständige Konzepte geht auch hier gar nichts. Wer einfach nur eine Webseite betreibt, sie in ein paar Suchmaschinen einträgt und hofft am nächsten Tag durch Werbeeinblendungen Millionär zu sein, der wird böse enttäuscht werden.

Bevor man sich heute im Internet präsentieren will, sind kreative Ideen, ausgeklügelte Marketingkonzepte und passende Werbestrategien auszuarbeiten. Deshalb sollten Sie also frühzeitig damit anfangen sich zumindest mal mit einem Paper in eine ruhige Ecke zu setzen, um zu überlegen „Was soll eigentlich meine Webseite bewirken?“.

Zu solchen Überlegungen gehört (nach dem man sich selber im Klaren darüber ist, was man eigentlich anbietet) vor allen Dingen auch die Klassifikation der Zielgruppe. Eine Aussage wie „Meine Seite wird von Frauen im Alter von 18 – 45 Jahre besucht, ab und zu verirrt sich auch ein Mann auf meine Seiten“ wird Ihnen nicht viel bringen. Überlegen Sie sich daher genau was Sie anbieten und wen Sie ansprechen wollen. Grenzen Sie diese Zielgruppe soweit wie möglich ein und schreiben Sie dies nieder.

Über eins müssen wir uns im Klaren sein: Kein Besucher kommt um Bilder von Ihnen und ihrem Auto zu sehen (es sei denn Sie sind ein Top Modell, aber ich glaube das können wir getrost ausschließen). Das soll heißen: Die Inhalte einer Webseite geben an, wie die Besucher zu Ihnen stehen werden. Jeder User des weltweiten Datennetzes kommt mit einer Aufgabe oder mit einem Ziel in die Datenleitungen. Sei’s weil er etwas kaufen möchte, weil er Informationen sucht oder weil er einfach nur unterhalten werden möchte! Die Inhalte und der Aufbau einer Webseite entscheiden letztendlich über den Umsatz des Webmasters und daher sollten Webseiten gepflegt werden.

Pflegen Sie die Inhalte Ihrer Seiten und pflegen Sie das äußere Erscheinungsbild Ihrer Seiten: Hier liegt das eigentliche Kapital einer Webseite. Achten Sie darauf eine Seite so zu gestalten, dass der User sich auf ihr wohl fühlt und das der User sich zu recht findet. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Seite so klar strukturiert ist, dass jeder User den Durchblick hat und die (oben genannten) Aufgaben – wegen denen er im Netz ist – ausführen kann.

Hier greift ein ganz wesentlicher Satz, der von vielen Webseitenbetreibern leider all zu oft vernachlässigt und unbedacht bleibt: Ein Besucher ist noch lange kein Kunde!! Die Zahl, die Ihr Counter anzeigt ist ein (vergleichsweise) schlechtes Instrument um den Erfolg einer kommerziellen Seite zu messen. Ein paar tausend Views am Tag kann jede Seite haben, in dem der Webmaster ganz einfach günstige Werbepopups bucht und hier seine Seite einblenden lässt, doch bringt ihm das was? Bringen ihm Besucher etwas, die vielleicht sogar genervt sind „weil wieder ein Fenster aufgepoppt ist“?! Nein, natürlich nicht.

Ein viel entscheidenderer Faktor um den Erfolg einer Internetseite zu messen ist die sogenannte »Conversion Rate«! Hiermit bezeichnet man den Prozentsatz der Besucher, die tatsächlich auch zu Kunden werden. Was die Conversion Rate angeht, sieht’s im Internet immer noch sehr düster aus. Es ist gerade zu erschreckend, wenn man hört dass lediglich 30% aller Shoppingversuche im Internet erfolgreich sind. Die restlichen 70% scheitern, weil Besucher nicht die richtigen Produkte finden, weil unzureichende oder fehlerhafte Informationen vorliegen, weil die Zahlungsmöglichkeiten ungenügend sind oder weil dem Benutzer ganz einfach das Vertrauen in die Webseite fehlt! Das heißt rein theoretisch ließen sich (bei effizienter und benutzerfreundlicher Gestaltung der Internetangebote) bis zu 70% mehr Umsatz einfahren – und das vollkommen ohne Werbung, einfach nur dadurch das Angebote an die Benutzer angepasst werden!!

Viele Leute gehen mittlerweile lieber in große Läden, wenn Sie einkaufen. Anstatt die Jeans in einer Boutique zu kaufen, gehen Sie zu einem großen Discounter! Sie fragen sich, was das mit dem Thema zu tun hat? Ganz einfach: Hier können wir eine gute Parallele zum Internet ziehen um auf ein weiteres Problem für Webmaster aufmerksam zu machen! Wenn ich in einen kleinen Laden gehe, dauert es oft nur wenige Sekunden bis der erste Verkäufer wie eine Fliege an mir klebt und mir versucht irgendwas zu verkaufen – viele Leute gehen genau deswegen zu großen Ketten. Hier können Sie in Ruhe gucken, vergleichen und ohne Gesichtsverlust den Laden verlassen (ohne etwas zu kaufen). Im Internet ist das ähnlich! Auf den meisten Seiten ist ein Besucher nicht mehr als ein Zählerstand des Counters. Wir wissen nichts über unsere Besucher und wir wissen nichts über seine Eigenschaften, Vorlieben und Interessen: Er ist anonym und gerade einmal ein Klick von allen potentiellen Konkurrenten entfernt, die sich mit Ihnen im Internet präsentieren.

Nicht umsonst geistern seit Jahren Begriffe wie „Customer Relation Management“ und „personifizierte Webangebote“ durch einschlägige Fachbücher. Die Hauptaussage ist immer wieder die gleiche: Die bunte Verpackung zu einem Produkt alleine reicht nicht mehr! Der Kunde muss im Vordergrund stehen und seine Bedürfnisse müssen erfüllt sein!

Für mich ist das einer der wichtigsten Faktoren was „Business“ im Internet angeht. Das ist auch der Grund, warum ich hier so abschweifend berichte und mich etwas vom Thema distanziert habe. Doch kommen wir zurück zu: Werbung und Promotion!


Dieser Artikel ist Teil einer Artikel-Reihe für Webmaster:

Wie du kostenlos Besucher für deine Homepage erhältst.




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